Die GTC Saison 2016

Mit etwas Verspätung blicken wir nicht nur auf das Rennen in Wittgenborn, sondern gleich auf die ganze Saison zurück, welche ein höchst außergewöhnliches und erneut sehr lehrreiches Jahr gewesen ist.

Aber fangen wir vorne an. Über den Winter gab es einige Veränderungen bei uns. Ein Wechsel auf das mit Axel Speck zusammen entwickelte LS Chassis stand ins Haus. Danke an dieser Stelle an Axel und seine Familie für die gute Beratung und Unterstützung über die letzten Monate. Wir können sicherlich sagen, dass uns der Wechsel gut tat und uns der eingeschlagene Weg genau in die richtige Richtung führte.

Außerdem fanden wir nur ein paar Tage vor dem Rennen in Oppenrod mit Kavin unseren „fünften Mann“. Kavin ist auf und neben der Strecke eine echte Bereicherung für’s Team. Du passt super zu uns und wir freuen uns auf die kommende Saison mit dir!

Der Zusammenschluss mit den GhostBusters und die damit verbundene Kommunikation, sowie gegenseitige Unterstützung verbesserte sich von Rennen zu Rennen. Die Herangehensweise des Teams an solch ein Wochenende ist schon stark. In den Jungs schlummert Potential, wie sie es zuletzt auch in Wittgenborn gezeigt haben. Wir können nur sagen, dass es uns mit euch viel Spaß gemacht hat und wir unsere Zusammenarbeit nächstes Jahr sicher noch weiter vertiefen werden.

Im Laufe der Saison lernten wir Teams und Fahrer, aber auch Teamchefs näher oder neu kennen. Einer dieser näher kennengelernten Teamchefs ist Volker, welcher für uns in Cheb eine wahre Bereicherung gewesen ist. Nur dank dir konnten wir erreichen, was zu erreichen gewesen ist und wir alle wissen, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist…

Nun aber genug der Vorrede.

Grundsätzlich ist die GTC mittlerweile auf einem derart hohen Niveau angekommen, dass es nicht genügt, wenn du nur ein gut gehendes Chassis oder eine Top-Besetzung oder einen extrem guten Motor hast. Um echt siegfähig zu sein, muss das Gesamtpaket aus Material, Taktik und auch dem nötigen Glück passen. Fehlerfrei durch ein Rennen zu kommen ist für eine Top-Platzierung heuer unbezahlbar wichtig geworden.

Diese Erfahrung haben wir dieses Jahr mehrfach schmerzhaft miterleben müssen. Der Speed unseres Karts war immer da. Die Fehler, welche uns zurückgeworfen haben, waren meist individueller Natur. Entweder waren unsere Fahrer nicht ganz bei der Sache, oder wir arbeiteten nicht genau genug bei der Instandhaltung des Karts, was uns unfassbare technische Probleme bereitete. Wenn dann noch das Glück nicht mit dir ist, wird es einfach schwierig über eine ganze Saison hinweg oben mitzufahren.

Das wir zu Letzterem in der Lage sind, haben wir in Cheb (Gesamt 3.) und Wackersdorf (Gesamt 7.) unter Beweis stellen können. Gerade in Cheb, wo unser Motor komplett „auf“ war, fuhren wir das beste Saisonergebnis ein. DAS hat uns letztendlich gezeigt, dass Speed erst dann wichtig wird, wenn du dir keine taktischen Fehler mehr erlaubst und dich keine mechanische Gebrechen heimsuchen.
Zugegebenermaßen wäre das Ergebnis in Cheb ohne den Regen nicht drin gewesen, dazu war der Motor schlicht zu schwach. Der siebte Gesamtrang in Wackersdorf jedoch war trotz einer nicht perfekten taktischen Leistung ein absolut „herausgefahrenes“ und „echtes“ Ergebnis.

Ganz besonders ärgerlich war für uns eigentlich nur das Rennen in Jüterbog. Unser revidierter Motor ging unfassbar gut und wir hatten über einige Teile des Rennens nicht nur gefühlt das schnellste Kart im Feld. Genützt hat es uns nichts, weil erneut die Technik nicht mitspielte.

Wittgenborn lief ebenfalls nicht nach Plan. Hatten wir realistische Chancen noch zweiter in der Trophy zu werden (theoretisch wäre sogar der Titel drin gewesen, allerdings hätten wir dafür ein Wunder benötigt), machten wir unnötige taktische Fehler (wohlgemerkt wie für uns üblich, direkt zu Rennbeginn) und erneut ließ uns die Technik (in diesem Falle ein gerissenes Starterseil und luftlose Reifen) im Stich.

Letztendlich war fehlende Konstanz unser Hauptproblem. Die Vorbereitung auf die Rennen war teils mangelhaft, wodurch wir den Speed, den wir hatten nicht oft genug in die entsprechenden Ergebnisse umsetzen konnten. Da bleibt mir nur der Spruch von Norman der #50 nach dem Abstellen der Karts im Parc Ferme am Sonntag in Wittgeborn im Kopf:

„Ihr wart das ganze Jahr über viel schnell, aber auch viel kaputt!“

Und das trifft es auf den Kopf. Deswegen und weil wir die Boxengassenarbeiten immer noch nicht im Griff haben, war für uns dieses Jahr nicht mehr als ein sechster Platz in der Trophy-Wertung drin.
Kurios dabei: In der GTC-Gesamtwertung ist nur Curto als Trophy Team vor uns gelandet. Das zeigt auf ironischste Art und Weise, wie gut wir dann abgeschnitten haben, wenn wir mal (weitestgehend) fehlerfrei ins Ziel gekommen sind.

Wir haben den Aufstieg in die GTC-Klasse nicht geschafft.. und das verdientermaßen! Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem wir uns als Top-Team darstellen können. Dazu passiert noch zu viel Mist.
Nichtsdestotrotz sind wir insgesamt mit der Saison zufrieden. Zwei Tropy-Siege und ein (theoretischer) Podestplatz in der GTC-Gesamtwertung sprechen da sicherlich für sich.
Wir freuen uns auf 2017!

Ersten Kommentar schreiben

Antworten