GTC 2017 – 12 Std. Templin

Kavin-Wacka
© by Oberheiden Motorsport

Nachdem wir in Wackersdorf einen herben Dämpfer erhielten und das Rennen nur auf dem 9. Platz in der Trophy-Wertung beendeten und damit unsere Trophy-Meisterschaftsführung leichtfertig abgegeben hatten, mussten wir dieses Mal alles Mögliche rausholen. Die 21 Punkte Rückstand in der Tabelle vor dem Rennen waren eine bittere Pille.
Leider verlief die Vorbereitung nicht optimal, da (erneut?!) einige arbeitsbedingte und private Absagen ins Haus standen. Bis Donnerstag Abend waren Alex und Max alleine auf verlorenem Posten. Glücklicherweise ergab sich bei Konsta und Artjom doch noch die Möglichkeit anzureisen, wenn auch erst Samstag in aller Frühe. Ohne die beiden wären wir ziemlich aufgeschmissen gewesen. Da gilt unser Dank aber auch Aras & Renas. Das war mal wieder ein super Einsatz für alles, was neben der Strecke an so einem Wochenende notwendig ist.

Kommen wir aber zum eigentlichen Renngeschehen. Wir stellten bereits im Freitagstraining fest, dass unser Speed dieses Mal unterirdisch schlecht war. Das Chassis lag zwar super, vor allen Dingen nach dem Sitzumbau. Leider ging unseren Motoren im oberen Drehzahlbereich sämtliche Leistung ab. Da wurden uns von den schnelleren Teams auf der „Gerade“ gut und gerne mal drei bis vier Kartlängen eingeschenkt. Zu viel, um vorne mitfahren zu können.

Umso erstaunter waren wir, als wir nach gut drei Rennstunden zwischenzeitlich in den Top 10 waren. Da machten sich die Gedanken um die Taktik doch irgendwie bezahlt. Da ist es ein sehr schönes Kompliment, wenn man diesbezüglich vom späteren Sieger scherzhaft gefragt wird, ob man nicht nächstes Jahr dort den Teamchef machen wollen würde.
Aber Spaß beiseite, mit der fehlenden Motorisierung war schlicht nicht mehr möglich als eine Endposition innerhalb der Top 15. Vor gut einem Jahr hätten wir in so einer Situation sicher nicht mehr als einen 30. Gesamtrang geholt. Das ermutigt uns und zeigt, dass es bergauf und nicht bergab geht.

So wurden wir letztlich 13. in der Gesamtwertung und belegten den dritten Platz in der Trophy. Schadensbegrenzung würden wir sagen, wissen wir schließlich auch, dass uns ein alt bekanntes Problem Sorgen bereitete. Die Kette machte uns -mal wieder- Ärger. Dieses Mal lag es aber schlicht am Verschleiß, hatte Sie doch die 24 Std. in Wackersdorf schon überleben müssen. Wir hatten sie Freitag Abend nicht erneuert.

Dann ist da noch die Sache mit den Punkten. Ein kurzer Blick auf die -selbstangefertigte- Tabelle deutet darauf hin, dass wir aus 21 Punkten Rückstand tatsächlich 6 Punkte Vorsprung machen, weil die Top-Teams der Klasse nahezu alle patzten. Einen Fehler dürfen wir uns im weiteren Verlauf der Saison dennoch nicht mehr erlauben, dazu ist unser Vorsprung zu gering und andere Teams der Klasse zu stark.

Jetzt gilt es Lehren aus dem Wochenende zu ziehen und gestärkt in das kommende Rennen zu gehen.

Unser Glückwunsch geht an die Sieger Oberheiden Motorsport und Kollektiv Seidel Racing, sowie die WDW Junioren.