GTC 2017 – Super Race Weekend Cheb

©Oberheiden Motorsport / Marco Barth

Eine Nachlese zum Rennen in Cheb im Mai 2017.

Anfang Mai galt es für uns die weiteste Anreise des Jahres anzutreten. Es ging zum Super Race Weekend kurz hinter die tschechische Grenze nach Cheb. Und was da für ein unglaubliches Wochenende hinter uns liegt ist kaum in Worte zu fassen.

Angefangen damit, dass im Laufe des Dienstags vor dem Rennen vier (!!) unserer Teammitglieder absagen mussten. Da standen Kosta, Alex, Artjom und Max ziemlich alleine da. Das versprach von vorne herein ein äußerst interessantes Wochenende zu werden.

Nachdem die ersten von uns Mittwoch Abend angereist waren, verlief das Donnerstagstraining komplett problemfrei. Leider konnten wir aufgrund der Trainingsteilung unser Programm nicht in Gänze absolvieren, sodass Freitag noch einiges an Motorenarbeit auf dem Programm stand. Dabei machten wir einen kapitalen Fehler, welcher letztlich für den Motorschaden in Rennen eins verantwortlich war.

In der Qualifikation konnten wir den da bereits schwächelnden Motor noch auf die 13. Startposition stellen. Kurz nach dem Start vom ersten der drei Rennen kam dann aber die Ernüchterung, denn Alex wurde kontinuierlich nach hinten durchgereicht. Es bahnte sich immer mehr an, dass der Motor seine letzten Atemzüge nahm. Wir hofften darauf, wenigstens das drei Stunden Rennen beenden zu können, um in der anschließenden Reparaturpause den Motor zu wechseln. Leider wurde dieser Gedanke bereits nach gut 40 Rennminuten überflüssig, denn da war es um den Motor geschehen. Ein Motorentausch im drei Stunden Rennen bekommt man dann auch nicht mehr kompensiert, egal wie schnell gewechselt wird. Aus dem Grund haben wir uns dazu entschieden 10 Minuten vor Rennende das Kart abzustellen, weil weder nach vorne, noch nach hinten eine Änderungen an der Position möglich gewesen wäre. So konnten wir aber diese Zeit nutzen, um den Motor entspannt zu tauschen. Platz 38 war es dann für das erste Rennen.
Aber als ob das nicht genug wäre, stellten wir im Laufe des ersten Rennens auch fest, dass unser Funk nicht einwandfrei funktionierte, unsere Fahrer haben schlicht nichts verstanden. Es war trotz maximaler Lautstärke am Funkgerät einfach zu leise, um den Gegenüber zu verstehen. Fortan mussten wir also per Handzeichen kommunizieren.

Das zweite Rennen verlief problemfrei. Wir erlaubten uns weder auf der Strecke, noch in der Boxengasse einen Fehler und das ganz ohne Funkverkehr. Wir endeten dieses Rennen auf einem starken dritten Gesamtrang. Viel mehr gibt es zu diesem Rennen gar nicht zu schreiben.

Am Sonntag ging es dann noch an das drei Stunden „Heavy Hour“-Rennen, bei dem der Speed erneut passte und wir uns bis auf eine einzige Situation keinen Fehler erlaubten. Wir fuhren in die Boxengasse, unmittelbar nach einem der Kontrahenten. Das war an der Waage noch kein Problem. Da aber ein Team, welches in der Reparaturphase war, ebenfalls genau vor uns zum Tanken rollte, mussten wir unnötig lange anstehen. Das Ergebnis war enormer Zeitverlust. Lagen wir bis dahin doch auf einem vielversprechenden zweiten Gesamtrang. Mit Rundenrückstand auf Gesamtrang sechs ging es nach dem misslungenen Tankstopp zurück auf die Strecke. An der Position änderte sich nichts weiter. Wir fuhren auf Rang sechs ins Ziel.

Was uns dann völlig verblüffte waren die Gesamtpositionen im Event, sowohl in der Trophy-Wertung, als auch der Gesamtwertung. Nur um einen einzigen Punkt verfehlten wir den Trophy-Sieg. Und das trotz Motorschaden im ersten Rennen. Insgesamt landeten wir sogar auf dem fünften Rang.

Das hat uns alle unglaublich überrascht, weil wir damit überhaupt nicht gerechnet haben.

Leider lief Wackersdorf im Anschluss gar nicht. Etliche Probleme plagten uns da.
Nun geht es am Donnerstag Abend nach Templin zum 4. Lauf der Saison.